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Energieerzeugung mit Hanf

Fakten

 

Hanf ist ein unendlich nachwachsender Rohstoff, mit dem man ganze Industriezweige autark und regional betreiben kann. Die Energieversorgung und nahezu alle Produkte, die heute aus Erdöl, Baumwolle oder Holz hergestellt werden, lassen sich aus Hanf produzieren. Hanfprodukte sind klimapositiv, biologisch abbaubar, umweltfreundlich und gesund. Hanf braucht zum Wachstum weder Pestizide noch Herbizide.

 

Vorteile

  • Hanf ist ein unendlich nachwachsender Rohstoff 
  • Hanf wächst sehr schnell und produziert in kurzer Zeit sehr viel Biomasse  
  • Hanf benötigt keine Pestizide  
  • Hanf benötigt keine Herbizide 
  • Hanf verbessert den Boden  
  • Hanf lässt sich zu unendlich vielen Produkten weiter verarbeiten und kann die Grundlage einer autarken Versorgung für eine Region bilden 
  • Die Reste der Produktion können zur Energieerzeugung genutzt werden 
  • Lokale, dezentrale Energieversorgung kann eine Region durch Biogaskraftwerke sicherstellen. Sowohl Wärme als auch Elektrizität kann so erzeugt und zur Verfügung gestellt werden. Durch das schnelle Hochfahren von Gasturbinen kann auch eine Versorgung zu Spitzenlastzeiten sichergestellt werden.
  • Hanf ist also eine ständig nachwachsende, gesunde, gentechnikfreie, pestizidfreie, schnellwachsende, klimafreundliche und umweltfreundliche Alternative zu anderen Energieträgern.
  • Hanfreste können z. B. In einer Biogasanlage zu Biogas verarbeitet werden. Dieses wiederum erzeugt in einem Biogaskraftwerk Strom und Wärme.
  • Die CO2- und Energiebilanz von Hanf ist erstaunlich: 
    In einer Tonne Hanf-Biomasse sind 500 kg Kohlenstoff gespeichert; d.h. 1 Tonne Hanf hat während des Wachstums ca. 2 Tonnen CO2 (Kohlendioxyd) durch Fotosynthese in Sauerstoff umgewandelt.

 

Einsatz

 

Derzeit wird in Deutschland Biogas hauptsächlich direkt an der Biogasanlage zur dezentralen gekoppelten Strom- und Wärmeerzeugung (Kraft-Wärme-Kopplung) in Blockheizkraftwerken (BHKWs) genutzt; seltener wird das Biogas zu Biomethan aufbereitet. Bei der direkten Nutzung wird das Gasgemisch getrocknet, entschwefelt und dann einem Biogasmotor zugeführt, der einen Generator antreibt. Der so produzierte Strom wird in das Netz eingespeist. Die in Abgas und Motorkühlwasser enthaltene Wärme wird in einem Wärmeaustauscher zurückgewonnen. Ein Teil der Wärme wird benötigt, um die Fermenter zu beheizen, da die Mikroorganismen, welche die Biomasse abbauen, am besten bei Temperaturen von 30-37°C (mesophil) oder 50-60°C (thermophil) wachsen. Überschüssige Wärme des Motors kann beispielsweise zur Beheizung von Gebäuden, zum Trocknen der Ernte oder den Betrieb von Aquakulturanlagen verwendet werden. Besonders wirtschaftlich und energieeffizient arbeitet die Anlage, wenn die überschüssige Wärme ganzjährig genutzt oder abgegeben werden kann.