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Hanfbier aus der Bierstadt Amberg

Im Mittelalter gab es in Amberg über 30 Brauereien, bis in die  siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts immerhin noch zehn Brauereien.  Amberg galt jahrhundertelang als Stadt mit der größten Brauereidichte  (im Verhältnis zur Einwohnerzahl).

 

Der heute für Bier fast ausschließlich verwendete Hopfen zählt zu den Hanfgewächsen (Cannabaceae), von denen mehrere Arten, auch die Hanf-Pflanze, schon früh zum Bierbrauen verwendet wurden. Historisch wurde Bier mit vielfältigen Zugaben, neben Hopfen und Hanf auch mit den Blättern des Gagelstrauchs, Schafgarbe, Gruit und weitere, zubereitet. Beim Hopfen gelang die Kultivierung etwa ab dem 8. Jahrhundert. Mit dem Wirken von Hildegard von Bingen (1098–1179) fand das Wissen über die konservierende Wirkung von Hopfen große Verbreitung (eine Ausgrenzung des Hanfs als mögliches Rauschmittel aus religiösen Gründen könnte mit gespielt haben) so dass alle anderen gängigen Zugaben im Lauf mehrere Jahrhunderte stark zurückgedrängt wurden. Als eine deutliche Richtungsweisung, weg vom Hanf und hin zum Hopfen, markiert auch das Deutsche Reinheitsgebot (ausschließlich mit Hopfen, Malz und Wasser als Grundstoffe für Bier) von 1516 den vorläufig vollständigen Umbruch, selbst wenn es eigentlich nur ein Erlass und kein Gesetz war, und weiterhin eher verhindern sollte, dass der Weizen für Brot knapp wurde, während Gerstenbauern (Gerste für Gerstenmalz) Umsätze ein büßten. Vor 100 Jahren lebte die alte Tradition des Hanfbieres wieder kurz auf, bis die Opiumgesetze und andere Verbote Hanf in den 1920er-Jahren illegalisierten. Am 17. März 1996 änderte die deutsche Bundesregierung die Cannabisgesetze, um die Verwendung der von der EU subventionierten Hanfpflanze zu ermöglichen.  Ende Sommer 1996 produzierte die Wädenswiler Brauerei Wädi-Brau-Huus das erste Schweizer Hanfbier. Die Nachfrage war so stark, dass andere Bierbrauereien für die Herstellung miteinbezogen wurden. Im darauffolgenden Jahr wurde auch in Deutschland das Hanfbier turn gebraut.

 

Und wir machen mit !!!

In naher Zukunft werden wir ein Hanfbier mit Hilfe der Privatbrauerei Sterk aus Raigering anbieten.

Seid also gespannt.

 

Im Sudhaus wird aus geschrotetem Gersten-Malz durch das Maischen mit Wasser die Stärke in Malzzucker umgewandelt. Dies geschieht bei Einhaltung bestimmter Temperaturzonen, durch natürliche Enzyme, die in den Randzonen des Malzes enthalten sind. So dann wird im Läuterbottich die flüssige Würze von den festen Bestandteilen, der Treber getrennt. Die Würze wird jetzt mit dem Hopfen versehen und ca. 80 Minuten gekocht. Die erreichte Konzentration des Malzzuckers, auch Maltose genannt, ist je nach Biertyp verschieden. Man spricht hierbei von Stammwürze. Bei Starkbier beträgt sie etwa 18 – 19 %, bei den normalen Bieren zwischen 11 und 14 %. Nun wird die Würze auf ca. 5 Grad C abgekühlt und in den Gärkeller gepumpt. Dort wird Bierhefe dazugegeben, welche die natürliche Gärung einleitet. Während der Gärung wandelt die Hefe den Malzzucker in Alkohol und Kohlensäure um. Als Faustregel gilt: Alkoholgehalt entspricht 30 – 40 % des Stammwürzegehalts. Nach ca. 6 Tagen ist die Hauptgärung beendet und das Jungbier kommt in die Lagertanks zur Nachgärung, wo es ca. 6 – 8 Wochen bei einer Temperatur von 0 – 1Grad C auf seine Endreife wartet. Anschließend erfolgt die Filtration des Bieres. Die Hefe wird entfernt. Das trägt dazu bei, Bier auf natürliche Weise haltbar zu machen, damit es in Fässer und Flaschen abgefüllt werden kann.