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Cannabis: Der große Hype um HANF

Seit 2018 beherrscht die Legalisierung von Cannabis in Kanada regelmäßig die Schlagzeilen der weltweiten Medien: Es ist das erste G7-Land, das Anbau, Verkauf und Gebrauch von Marihuana reguliert. Weitere Vorreiter sind die US-Bundesstaaten Colorado, Michigan und Kalifornien sowie die Staaten Uruguay und bald auch Luxemburg – mehr und mehr Regierungen brechen mit 50 Jahren repressiver, teurer und ineffizienter Drogenpolitik.Dem Schwarzmarkt, der fest in den Händen des immer mächtigeren organisierten Verbrechens liegt, versuchen sie, ein legales, sicheres und für die Gemeinschaft gewinnbringenderes Substitut gegenüberzustellen. Wie kam es dazu? Und wie reagieren die Drogendealer und -kartelle, die bislang das Monopol des Rauschmittelverkaufs hatten? Welches sind die ersten Ergebnisse der Neuregelung? Hält die Legalisierung im Namen der Bürgerrechte, der öffentlichen Gesundheit und finanziellen Schwächung der Drogenkartelle, was sie verspricht?Gefilmt wurde in den Vereinigten Staaten, in Kanada, Uruguay, Mexiko und einigen europäischen Ländern. Neben den Hauptprotagonisten der Ermittlung – Staaten und Drogenhändler – drängt sich ein neuer Dritter im Bunde auf: Privatinvestoren, die ein lukratives Geschäft wittern. Im Zuge der Legalisierung werden die positiven Eigenschaften von Marihuana hervorgehoben – und die geknebelte Alkohol- und Tabakindustrie sieht darin neue Wachstumsperspektiven. An den Finanzmärkten und Börsen Nordamerikas lassen sich jetzt schon Entwicklungen beobachten, die die potenziellen künftigen Marktführer des neuen Sektors stärken. Spielt die seit über 20 Jahren von Bürgerrechtsaktivisten geforderte „Kulturrevolution“ der Cannabis-Legalisierung letzten Endes hauptsächlich taktisch klugen Konzernmanagern zu?