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HANF im Visier: Köln verbietet CBD-Produkte

Neuartige Produkte ohne Zulassung

Die CBD-Produkte enthalten Cannabis, aber nur einen verschwindend geringen Anteil an Rauschmitteln. Deshalb fallen sie nicht unter Drogengesetze. Die Produkte sollen beruhigend wirken und Entzündungen hemmen. Weil CBD aber nicht als Lebensmittel zugelassen ist, hat die Stadt Köln den Verkauf ab morgen (18.6.) in Köln untersagt. Die Produkte seien als neuartige Produkte anzusehen für die eine Zulassung fehle, so die Stadt.

 

Als Lebensmittel in der EU verboten

Nachdem die Europäische Union die Substanz als Lebensmittel verboten hat, wird in Deutschland seit Monaten über die Zukunft von CBD diskutiert. Das Verbot der Substanzen wurde jetzt im städtischen Amtsblatt veröffentlicht. Wer in Köln künftig solche Produkte verkauft oder „in Verkehr bringt“, muss demnach mit Bußgeldern oder Strafen rechnen. Wie das kontrolliert werden soll, konnte die Stadtverwaltung auf Anfrage noch nicht erklären.

 

Empörte Reaktionen

Die Untersagung stößt bei Nutzern und Verkäufern auf Empörung. So beschwert sich Kemal Durak, Inhaber des Kölner Shops CBD-Helden: Er habe viel Geld in sein Geschäft investiert, das er jetzt wohl aufgeben müsse. Die Kölner Tier-Heilpraktikerin Nici Liebrich kritisiert, dass sie mit CBD nun auf ein wichtiges Heilmittel zum Beispiel bei Hunden verzichten müsse.

 

Rechtslage schwierig

Ein Sprecher der Industrie- und Handelskammer erklärte auf Anfrage, dass die Rechtslage zu CBD-Produkten schwierig sei. Das Vorpreschen der Stadt Köln sehen die Wirtschafts-Vertreter mit Skepsis: „Aus Sicht des Handels wäre wichtig, dass möglichst gleiche Bedingungen in ganz Deutschland gelten.“